
Der Beruf der medizinischen Fachangestellten (Arzthelferin) wurde 2010 im gesamten Bundesgebiet 14.695-mal ausgebildet. Dies sind im Vergleich zu 2009 413 Ausbildungen mehr. Im Jahre 2008 waren es insgesamt 14.952 Arzthelferinnen, die den Arztpraxen zusätzlich zur Verfügung standen. Die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diese Berufsgruppe werden über die Ärztekammer veröffentlicht, sind in den Bundesländern unterschiedlich und werden nach den jeweiligen Fachgebieten sortiert.
Zu den Fachbereichen, in denen sich eine Arzthelferin fort- bzw. weiterbilden kann, gehören u. a. Akupunktur, Gesundheitsmanagement und Naturheilverfahren. Eine mögliche Qualifizierung stellt die Weiterbildung zur Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung dar. Diese befähigt die Teilnehmerin zur Übernahme von Führungsfunktionen im jeweiligen Team des niedergelassenen Arztes. Sie kann spezialisierte und anspruchsvolle Aufgaben in der Medizin, der Patientenbegleitung, der Koordination und der Praxisführung übernehmen. Zum Aufgabenfeld einer Fachwirtin gehören die Lern- und Arbeitsmethodik, Patientenbetreuung und Teamführung, Qualitätsmanagement und die Durchführung der Ausbildung, die Praxisführung nach betriebswirtschaftlichen Kriterien, die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz sowie die Betreuung von Risikopatienten und das Notfallmanagement.
Die Weiterbildung dauert 2 Jahre und wird in Baden-Württemberg als Kompaktkurs angeboten bzw. kann vom Teilnehmer auch durch die Belegung einzelner Module wahrgenommen werden. An der Bildungsmaßnahme können nur medizinische Fachangestellte teilnehmen, die bereits mindestens 12 Monate in ihrem Beruf tätig waren. Die 8 Module umfassen in der Regel je 40 Stunden und sind nach Themen sortiert (Stand Mai 2011).
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